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Weiß syte, wo es Bebauungspläne gibt?

Syte bietet einen massiven Vorsprung bei der Recherche und liefert erste wichtige Indikatoren. Für eine rechtsverbindliche Auskunft sollten Sie jedoch vor konkreten Maßnahmen stets die zuständige Kommune oder eine fachkundige Planerin konsultieren.

Syte verfügt über eine umfangreiche Datenbank an Bebauungsplänen (B-Pläne). Wir aggregieren systematisch Planungsdaten aus ganz Deutschland, um Ihnen direkt am Grundstück anzuzeigen, welches Baurecht dort gilt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie wir diese Daten erheben, welche Informationen Sie darin finden und warum es dennoch Lücken geben kann.

Wie syte Bebauungspläne findet und erhebt

Um die Frage "Was darf ich hier bauen?" zu beantworten, greift syte auf offizielle Quellen zurück. Unsere Vorgehensweise umfasst dabei folgende Schritte:

  1. Systematische Recherche: Wir durchsuchen kontinuierlich die Geodaten-Portale der Bundesländer, Städte und Gemeinden nach verfügbaren B-Plänen.

  2. Aggregation & Standardisierung: Unsere Daten-Pipelines lesen alle digital verfügbaren Quellen ein. Da jedes Bundesland und oft jede Kommune Daten anders bereitstellt (vom modernen XPlan-Format mit strukturierten Sachdaten bis hin zu simplen Umrissen), überführen wir diese in ein einheitliches Schema.

  3. Georeferenzierung: Wir verorten über hunderttausend Pläne geografisch exakt, sodass sie in der syte-App direkt als Layer auf dem jeweiligen Grundstück liegen.

Darstellung der Bebauungspläne in syte

Die gesammelten Pläne stehen in der syte App an verschiedenen Stellen zu Verfügung. Auf dem Karten-Layer kann man sich einen guten Überblick über das Vorhandensein von B-Plänen machen. Hier werden einerseits die vorhanden B-Pläne mit ihren Umrissen dargestellt. Andererseits aber auch hervorgehoben, in welchen Kommunen keine Informationen vorliegen bzw. in denen syte keine Aussage treffen kann.

Nach der Auswahl eines Grundstücks in syte, können die gefundenen B-Plan Dokumente entweder über die Legende in dem Karten-Layer, oder über die Seitenleiste heruntergeladen werden:

Wenn Sie für ein Grundstück das KI-Bebauungspotential Dashboard öffnen, werden hier ebenfalls Hinweise zu eventuell vorhandenen B-Plänen gegeben.

Was diese Pläne bedeuten und welche Daten enthalten sind

Weiterführende Informationen finden Sie auch hier.

Ein Bebauungsplan ist das verbindliche Baurecht einer Gemeinde. Er regelt auf der zweiten Stufe der Bauleitplanung (nach dem Flächennutzungsplan), welche Nutzungen zulässig sind.

Wenn syte einen B-Plan für ein Grundstück anzeigt, finden Sie im Textteil oder der Planzeichnung in der Regel folgende Kerninformationen:

1. Art der baulichen Nutzung

Hier wird festgelegt, was gebaut werden darf. Die Baunutzungsverordnung (BauNVO) unterscheidet unter anderem:

  • Wohngebiete: Reine (WR) oder allgemeine Wohngebiete (WA).

  • Mischgebiete (MI): Eine Mischung aus Wohnen und nicht störendem Gewerbe.

  • Gewerbegebiete (GE): Vorwiegend für gewerbliche Betriebe.

2. Maß der Nutzung (Wie viel darf gebaut werden?)

Dies sind die wichtigsten Kennzahlen für die Potenzialanalyse:

  • Grundflächenzahl (GRZ): Der Anteil des Grundstücks, der versiegelt (überbaut) werden darf.

  • Geschossflächenzahl (GFZ): Das Verhältnis der gesamten Geschossfläche zur Grundstücksfläche.

  • Bauweise: Offen (mit Grenzabstand) oder geschlossen (z. B. Reihenhäuser).

  • Baugrenzen & Baulinien: Sie definieren das Baufenster auf dem Grundstück.

Beispielrechnung: Haben Sie ein 1.000 m² großes Grundstück mit einer GRZ von 0,2 und einer GFZ von 0,4, bedeutet das:

  • Es dürfen maximal 200 m² Grundfläche überbaut werden.

  • Es darf maximal 400 m² Geschossfläche entstehen (z. B. 200 m² im EG und 200 m² im OG).

Wenn kein B-Plan angezeigt wird

Nicht für jedes Gebiet in Deutschland gibt es einen Bebauungsplan. Wenn syte keinen Plan anzeigt, wird die Bebaubarkeit meist anders geregelt:

  • Innenbereich (§ 34 BauGB): Ein Vorhaben muss sich "in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen".

  • Außenbereich (§ 35 BauGB): Hier ist Bauen nur in Ausnahmefällen zulässig.

Grenzen der Verfügbarkeit

Obwohl wir ständig daran arbeiten, die Abdeckung zu erhöhen, gibt es Herausforderungen:

  • Fehlende Digitalisierung: Viele Kommunen stellen ihre Pläne noch nicht digital bereit.

  • Bildformate: Ältere Pläne liegen oft nur als gescanntes Bild (PDF/Raster) vor. Hier sind die Grenzen sichtbar, aber Kennzahlen wie GRZ/GFZ können nicht immer automatisch ausgelesen werden.

  • Aktualität: Planänderungen oder Neuaufstellungen können kurzfristig erfolgen. Unsere Daten spiegeln immer den Stand zum Zeitpunkt unseres letzten Abrufs wider.

Fazit syte bietet einen massiven Vorsprung bei der Recherche und liefert erste wichtige Indikatoren. Für eine rechtsverbindliche Auskunft sollten Sie jedoch vor konkreten Maßnahmen stets die zuständige Kommune oder eine fachkundige Planerin konsultieren.